{"id":16,"date":"2016-06-06T09:30:22","date_gmt":"2016-06-06T09:30:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spc-linz.at\/de\/?page_id=16"},"modified":"2016-06-06T09:33:36","modified_gmt":"2016-06-06T09:33:36","slug":"kirchengemeinde","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spc-linz.at\/de\/kirchengemeinde\/","title":{"rendered":"Kirchengemeinde"},"content":{"rendered":"<ul class=\"g1-grid\"><li class=\"g1-column g1-one-half g1-valign-top\" id=\"g1-grid-counter-0\" >\n<a href=\"\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2016\/06\/komemoracija1.jpg\" id=\"g1-frame-counter-1\" class=\"g1-frame g1-type-modern-white aligncenter\" rel=\"prettyPhoto\" title=\"Kirchengemeinde\">\n\t<span class=\"g1-decorator\">\n\t\t<span class=\"g1-outer\">\n\t\t\t<span class=\"g1-inner\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2016\/06\/komemoracija1.jpg\" alt=\"Kirchengemeinde\"\/>\n\t\t\t\t<span class=\"g1-indicator g1-type-zoom\"><span><\/span><span><\/span><\/span>\n\t\t\t<\/span>\t\t\t<span class=\"g1-01\"><\/span><span class=\"g1-02\"><\/span><span class=\"g1-03\"><\/span><span class=\"g1-04\"><\/span><span class=\"g1-05\"><\/span><span class=\"g1-06\"><\/span><span class=\"g1-07\"><\/span><span class=\"g1-08\"><\/span>\n\t\t<\/span>\n\t<\/span>\n<\/a>\n<\/li><!-- --><li class=\"g1-column g1-one-half g1-valign-top\" id=\"g1-grid-counter-1\" >\n<p>Der kurze \u00dcberblick der Geschichte der Serbisch-Orthodoxen Kirche<\/p>\n<p>(aus dem gleichnamigen Buch von Erzpriester Vojislav Stoje- Himmelsth\u00fcr 1989)<\/p>\n<p>Mitte des VII Jahrhunderts besiedelten die Serben die Gebiete, wo sie heute noch leben. Hier unter neuen Lebensumst\u00e4nden kamen die Serben erstmals in Ber\u00fchrung mit dem christlichen Glauben. Die ersten Prediger des Christentums hatten keine gro\u00dfen Erfolge unter Serben, da sie Predigten und Gottesdienste auf griechisch und lateinisch abhielten, was die Serben ungern annahmen, sowie schwer verstehen konnten.<\/p>\n<\/li><!-- --><\/ul>\n<p>Als die heiligen slawischen Lehrer Kyrill und Methodius, sowie ihre aus M\u00e4hren vertriebenen Sch\u00fcler angefangen hatten, das Christentum auf slawische Sprache zu predigen, verlie\u00dfen die Serben ihren polyatheistischen Glauben und nahmen das Christentum an. Das geschah in den zweiter H\u00e4lfte des IX Jahrhunderts unter der Regentschaft des serbischen F\u00fcrsten Mutimir.<\/p>\n<p>Eine wichtige Tatsache dieser Zeiten, die unumg\u00e4nglich war, ist die Existenz von zwei starken Zentren der geistlichen und kirchlichen Macht: Konstantinopel als Zentrum des Byzantinischen Reiches und Rom als Zentrum des westlichen R\u00f6mischen Reiches.<\/p>\n<p>Von der Zeit der Christianisierung der Serben bis zur Zeit des Heiligen Sava waren die Gebiete, wo die Serben lebten, das Zentrum der langen und hartn\u00e4ckigen K\u00e4mpfe zwischen Rom und Konstantinopel um staatliche und geistliche Macht. Damit sind die Serben sowohl in der Str\u00f6mung der Auseinandersetzungen und verschiedenen Interessen, als auch in der Str\u00f6mung der verschiedenen Kulturen und verschiedenen Auffassungen des Christentums, die sich immer wieder voneinander entfernten, geraten.<\/p>\n<div id=\"g1-divider-counter-1\" class=\"g1-divider g1-type-classic-3\"><\/div>\n<p><strong>Dynastie Nemanjic<\/strong><\/p>\n<p>Das serbische Volk lebte bis zu der Zeit von Stevan Nemanja in vielen kleinen Provinzen mit dem F\u00fcrst an der Spitze. Die Schlacht bei Zvecani war entscheidend, da sie Nemanja den Sieg \u00fcber die Griechen und einen starken Staat brachte.<\/p>\n<p>Stevan Nemanja (1113-1199) widmete sich dem Christentum. Hingebungsvoll und eifrig sorgte er daf\u00fcr, dass sich das Christentum im serbischen Staat und unter dem serbischen Volk best\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Er war Stifter von vielen Kl\u00f6ster und Kirchen (Studenica, Djurdjevi Stupovi, Chilandar auf Heiligem Berg Athos in Griechenland), die dem serbischen Volk dienten und ihm in seinem Glauben festigten. Stevan Nemanja war der Gr\u00fcnder der ber\u00fchmten Dynastie Nemanjic, aus der viele ber\u00fchmte Herrscher stammten:<\/p>\n<p>Heilige Stevan Nemanja (1168-1196)<\/p>\n<p>Heilige Stevan Erstgekr\u00f6nte (1196-1224)<\/p>\n<p>Radoslav (1224-1233)<\/p>\n<p>Vladislav (1233-1242)<\/p>\n<p>Uros(1242-1276)<\/p>\n<p>Dragutin (1276-1282)<\/p>\n<p>Heilige Milutin (1282-1321)<\/p>\n<p>Heilige Stevan Decanski (1321-1331)<\/p>\n<p>Zar Dusan Silni (1331-1355)<\/p>\n<p>Heilige Zar Uros (1355-1371)<\/p>\n<p>Im Jahr 1196 verzichtete Stevan Nemanja auf den Thron zugunsten seines Sohnes Stevan und ging in das Kloster Studenica, wird M\u00f6nch Simeon und seine Frau Ana wird Nonne Anastasia.<\/p>\n<p>Nach einen Jahr zog er sich zu seinem Sohn Sava auf den Berg Athos zur\u00fcck, wo sie zusammen das Kloster Chilandar gr\u00fcndeten. Hier im Chilandar starb der M\u00f6nch Simeon im Jahre 1199.<\/p>\n<p><strong>Der Heilige Sava<\/strong><\/p>\n<p>Stevan Nemanja hatte drei S\u00f6hne: Vukan, Stefan und Rastko.<\/p>\n<p>Den J\u00fcngsten, Rastko (1169-1235) zeichneten Bescheidenheit, Gutm\u00fctigkeit und Barmherzigkeit aus.<\/p>\n<p>Anstatt auf die Jagd zu gehen und sich zu vergn\u00fcgen widmete er seine Freizeit sowohl dem Lesen der Heiligen Schrift, als auch anderer B\u00fccher.<\/p>\n<p>In der Zeit, wo sein Vater ihn ernsthaft als seinen Nachfolger vorbereitete, fl\u00fcchtete er nach Heiligen Berg Athos, nahm im Kloster Rusik der M\u00f6nchstonsur an und bekam den M\u00f6nchname Sava. Vergebend waren die Versuche seines Vaters, ihn zur\u00fcckzuholen. Obwohl er nur 17 Jahre alt war, seine Entscheidung, dass er als M\u00f6nch dem Gott und seinem Volk dient, war fest und endg\u00fcltig.<\/p>\n<p>Diese Entscheidung des Heiligen Sava wurde vom barmherzigen Gott vielf\u00e4ltig gesegnet, deren Zeuge sind wir heute noch immer.<\/p>\n<p>Nachdem der Vater des Heiligen Sava M\u00f6nch wurde und nach Athos kam, gr\u00fcndeten beidef\u00fcr die serbischen M\u00f6nche das Kloster Chilandar<\/p>\n<p>Durch Wirken des Heiligen Sava wurde Chilandar das Zentrum der serbischen Geistlichkeit und des Glaubens. Da wurden jungen Menschen als Volkslehrer, Aufkl\u00e4rer, Erleuchter, Bisch\u00f6fe und Priester ausgebildet. Es wurde geschrieben, gelesen, die B\u00fccher wurden f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Serbischen Kirche abgeschrieben.<\/p>\n<p>Acht Jahre nach dem Tode des M\u00f6nchs Simeon zerstritten sich die Br\u00fcder des Heiligen Sava. Um die Gefahr dieser Auseinandersetzungen f\u00fcr das serbische Volk und den Glauben zu verhindern, kehrte Sava von Athos nach Serbien zur\u00fcck, begleitet von Reliquien des Heiligen Simeon. In Serbien wurden Reliquien herzlich empfangen und im Kloster Studenica beigesetzt. Damit war der Versuch des Heiligen Sava, die zerstrittenen Br\u00fcder zu vers\u00f6hnen, gelungen.<\/p>\n<p>Zehn Jahre blieb der Heilige Sava mit seinem Volk in Serbien. Unerm\u00fcdlich arbeitete er an der Aufkl\u00e4rung seines Volkes. Er sorgte daf\u00fcr, dass dem serbischen Volk gutm\u00fctige und hingebungsvolle Priester und M\u00f6nche das Evangelium predigen. Einige von ihnen schickte er nach Berg Athos, damit sie sich auf ihre Mission der Hirten vorbereiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Er baute Gottesh\u00e4user, Schulen, bereiste Serbien, lehrte und predigte.<\/p>\n<p><strong>Der Heilige Sava als Erzbischof<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahre 1217 kehrte der Heilige Sava nach Athos zur\u00fcck, um sich f\u00fcr die bevorstehende wichtige Mission vorzubereiten.<\/p>\n<p>Er selbst erlebte in Serbien viele Schwierigkeiten und Elend, weshalb die Kirche vom Patriarchat in Konstantinopel abh\u00e4ngig war. Der Heilige Sava sah ein, dass es besser w\u00e4re, die Kirche f\u00fcr autokephal (selbstst\u00e4ndig)zu erkl\u00e4ren. Dadurch wurde der Serbischen Kirche die M\u00f6glichkeit gegeben, die Bisch\u00f6fe und Erzbisch\u00f6fe unabh\u00e4ngig von Patriarchat in Konstantinopel zu ernennen.<\/p>\n<p>Deshalb entschloss er sich, um die Unabh\u00e4ngigkeit der Kirche zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Er brach mit einigen seiner Sch\u00fcler von Athos nach Nik\u00e4a auf, wo der Sitz des damaligen Byzantinischen Zaren Teodoros der Erste Laskaris, sowie des Patriarchen Manuel Sarantenos war, um \u00fcber die Lage in Serbien zu berichten und sie darum zu bitten, die Serbisch-Orthodoxe Kirche f\u00fcr die autokephal zu erkl\u00e4ren. Da der Heilige Sava gro\u00dfes Ansehen genoss, waren der Zar und der Patriarch damit einverstanden, so dass der Heilige Sava zum ersten serbischen Erzbischof geweiht wurde und die serbische Kirche ihre Unabh\u00e4ngigkeit im Jahre 1219 bekam.<\/p>\n<p>Nach dem Beenden seiner Mission in Nik\u00e4a, kehrte der Heilige Sava nach Athos zur\u00fcck und reiste \u00fcber Thessaloniki nach Serbien. F\u00fcr den Hauptsitz des Erzbistums ernannte der Heilige Sava das Kloster Zica, das sein Bruder Stevan der Erstgekr\u00f6nte gr\u00fcndete. Seine fr\u00fcher begonnene Mission setze er unter seinem Volk fort, jetzt aber als Erzbischof mit noch mehr Hingabe und Eifer.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine Helfer w\u00e4hlte er seine besten Sch\u00fcler, weihte sie zu Bisch\u00f6fen und ernannte Kl\u00f6ster als Hauptsitze der Di\u00f6zesen.<\/p>\n<p>Durch seinen Verdienst genoss der serbische Staat gro\u00dfes Ansehen. Das \u00e4u\u00dferliche Zeichen des Wohlstandes und des Ansehens des serbischen Staates war die durch den Heiligen Sava durchgef\u00fchrte Kr\u00f6nung seines Bruders Stevan im Kloster Zica zum K\u00f6nig Stevan der Erstgekr\u00f6nte.<\/p>\n<p>Nachdem der Heilige Sava die Ordnung in die Kirche brachte, berief er f\u00fcr seinen Nachfolger den besten seinen Sch\u00fcler \u2013 Erzbischof Arsenije- und entschloss sich zum zweiten Mal zur Wallfahrt nach dem Heiligen Land, sowie nach \u00c4gypten und Kleinasien. Auf der R\u00fcckkehr nach Serbien, starb er in Bulgarien in Trnovo am 14\/27 Januar 1235 (1236). Seine Reliquien wurden nach Serbien in Kloster Mileseva gebracht und beigesetzt, wo sie bis zum Jahr 1594 blieben, bis der T\u00fcrke Sinan \u2013 Pascha sie aus dem Kloster Mileseva nach Belgrad brachte und auf dem Berg Vracar verbrannte.<\/p>\n<p><strong>Serbisch-Orthodoxe Kirche nach dem Heiligen Sava<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Abtretung des Heiligen Sava vom Erzbischofsthron im Jahre 1234. bis zur Ernennung des Serbischen Patriarchats im Jahre 1346. vergingen 112 Jahre.<\/p>\n<p>In dieser Zeit der gro\u00dfen Erfolge und der St\u00e4rkung des mittelalterlichen Serbien, auf dem Thron des Heiligen Sava l\u00f6sten sich 11 Erzbisch\u00f6fe ab, die den weiteren Aufbau der serbischen Kirche fortsetzten auf der Grundlage, die vom Heilige Sava gesetzt wurde.<\/p>\n<p>Im Laufe der Ausbreitung der Serbisch-Orthodoxen Kirche und ihrer Mission wurden viele neue Di\u00f6zesen gegr\u00fcndet. In dieser Zeit nach dem Heiligen Sava hielten die Erzbisch\u00f6fe und das Volk zusammen und k\u00e4mpften gegen Union(die Bekehrung zum Katholizismus) und gegen die Macht der katholischen Kirche.<\/p>\n<p>Obwohl in dieser Zeit die Verh\u00e4ltnisse zwischen westliche und \u00f6stliche Kirche, sowie die westlichen und \u00f6stlichen L\u00e4ndern kompliziert und komplex waren, bewahrte die Serbisch-Orthodoxe Kirche ihre Unabh\u00e4ngigkeit. Das verdankte sie dem Heiligen Sava und tief eingepr\u00e4gtem und starkem Geist des Orthodoxen Glaubens.<\/p>\n<p>Im Jahre 1253 verlegte der Erzbischof Arsenije den Hauptsitz von Kloster Zica nach Pec (Patriarchat von Pec)<\/p>\n<p><strong>Der Ausruf des Serbischen Patriarchats<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Tode des Heiligen Sava, schreitet das serbische Volk voran und erreichte gro\u00dfe Erfolge und Ruhm in der Zeit des Zaren Dusan. Er eroberte viele Gebiete und machte seinen Staat zum angesehensten und m\u00e4chtigsten auf dem Balkan.<\/p>\n<p>Der Ausruf des Serbischen Patriarchats ist unmittelbar mit dem Ausruf des Zaren Dusan verbunden.<\/p>\n<p>Im Jahre 1346. ruf er das Konzil in Skoplje ein, wo der bulgarische Zar, Patriarch, sowie Erzbischof von Ohrid anwesend waren. W\u00e4hrend dieses Konzils, das am Palmsonntag stattfand, wurde das Erzbistum in Pec zum Patriarchat erkl\u00e4rt und der damalige Erzbischof Joanikije wurde der erste serbische Patriarch.<\/p>\n<p>Am Ostern, eine Woche sp\u00e4ter, wurde der Zar Dusan zum Zar der Serben und Griechen gekr\u00f6nt.<\/p>\n<p>Sechs Jahre sp\u00e4ter, der Patriarch Kalist der Erste in Konstantinopel, warf auf den Zar Dusan, den Patriarch und den Konzil den Fluch (Anathem), weshalb sie den Sitz des serbischen Erzbistums zum Patriarchat erkl\u00e4rten. In der Zeit des K\u00f6nigs Lazar hob der Patriarch in Konstantinopel das Anathem auf, somit wurde das serbische Patriarchat best\u00e4tigt und die Kirchenspaltung aufgehoben.<\/p>\n<p><strong>Das Leiden der Serbisch-Orthodoxen Kirche<\/strong><\/p>\n<p><strong>Erste Aufl\u00f6sung des Patriarchats von Pec im Jahre 1459.<\/strong><\/p>\n<p>Durch den Verlust der Freiheit und der staatlichen Unabh\u00e4ngigkeit begann die Zeit des Unheils f\u00fcr die Serbisch-Orthodoxen Kirche und f\u00fcr das serbische Volk.<\/p>\n<p>Nach der Schlacht auf dem Amselfeld im Jahre 1389 und dem Untergang von Serbien, verfolgten die T\u00fcrken das Christentum. Am schlimmsten waren die Priester und M\u00f6nche betroffen, die ihr Volk lehrten, tr\u00f6steten und ihm den Mut gaben.<\/p>\n<p>Die Kirchen und Kl\u00f6ster wurden gnadenlos abgerissen, verbrannt und in Moscheen umgebaut.<\/p>\n<p>Von Kirchen wurden Glocken abmontiert und daraus Werkzeuge gebaut.<\/p>\n<p>Diese schwierige Lage der Serbisch-Orthodoxen Kirche f\u00fchrte dazu, dass das Patriarchat von Pec im Jahre 1459 aufgehoben wurde.<\/p>\n<p>Die Zeit von der Aufhebung des Patriarchats von Pec bis zum Wiederaufbau im Jahre 1557 stellt die dunkelste Zeit in der Geschichte der Serbisch-Orthodoxen Kirche dar.<\/p>\n<p>Nach dem Untergang des Despotenreiches im Jahre 1459 verloren die Unabh\u00e4ngigkeit auch die anderen serbischen Gebiete: Bosnien wurde den T\u00fcrken 1463 untergeworfen, Herzegowina 1482, Zeta blieb aber unabh\u00e4ngig bis zum Jahr 1499. Ende des 15 Jahrhundert waren alle serbischen kirchlichen Gebiete unter der t\u00fcrkischen Knechtschaft.<\/p>\n<p><strong>Wideraufbau des Serbischen Patriarchats im Jahre 1557<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl das serbische Volk viel Leid in dieser Zeit ertrug, der Glauben und Liebe zur Serbisch \u2013 Orthodoxen Kirche ist nicht vergangen.<\/p>\n<p>Die Serben sammelten sich in alten Kl\u00f6ster, Stiftungen und Kirchen, die von T\u00fcrken geschont wurden, und suchten durch Gebet und Gusle (das Volksinstrument) nach Trost, sch\u00f6pften die Kraft, um auszuhalten, voller Hoffnung auf bessere Zeiten.<\/p>\n<p>Mit dem Wiederaufbau des Patriarchats von Pec im Jahre 1557 begann die neue Epoche in der Geschichte der Serbisch-Orthodoxen Kirche und des serbischen Volkes.<\/p>\n<p>Wiederaufgebauter Patriarchat verwirklichte die nationale sowie kirchliche Wiedervereinigung des serbischen Volkes, und durch sein Wirken trug er dazu bei, dass das serbische Volk w\u00e4hrend der langen t\u00fcrkischen Knechtschaft das Nationalbewusstsein bewahrte und dem Christentum treu blieb.<\/p>\n<p>Zum Wiederaufbau des Patriarchats trug die damalige politische Lage und das staatliche Interesse der T\u00fcrkei bei, da f\u00fcr die T\u00fcrkei damals die Vers\u00f6hnung mit dem serbischen Volk von gro\u00dfer Bedeutung und Vorteilhaftigkeit war.<\/p>\n<p>Im Jahre 1557, hundert Jahre nach der Aufhebung des Patriarchats von Pec, ist es dem M\u00f6nch Makarije Sokolovic \u2013 dem Bruder von Mehmed Pasha Sokolovic, der durch den ber\u00fcchtigten \u201eBlutstribut\u201c als Kind in die T\u00fcrkei verschleppt wurde und dort den Islam annahm \u2013 gelungen, endlich seinen Wunsch, die Unabh\u00e4ngigkeit des Patriarchats von Pec zu verwirklichen, indem er vom t\u00fcrkischen Sultan das Dokument namens Ferman erhielt, durch das die Erneuerung des Patriarchat best\u00e4tigt und Makarije zum Patriarch wurde.<\/p>\n<p><strong>Endg\u00fcltige Aufhebung des Patriarchats von Pec im Jahr 1766<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Patriarch Makarija auf dem Thron des serbischen Patriarchats gab es viele gutm\u00fctigen Serben und Patrioten, die mit allen Kr\u00e4ften um ihre Kirche und das Wohl ihres Volkes k\u00e4mpften.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter gab es viele Griechen, die durch Einfluss der T\u00fcrken den Thron des serbischen Patriarchats bestiegen. Sie wollten nicht und waren deshalb nicht ernannt, f\u00fcr die Interessen des serbischen Volkes und der serbischen Kirche zu k\u00e4mpfen. Da die T\u00fcrken wussten, dass die Kirche der Angelpunkt des serbischen Volkes ist, bem\u00fchten sie sich, diese zu zerst\u00f6ren, um das serbische Volk und die Kirche m\u00fchelos zu unterwerfen. In ihren Absichten unterst\u00fctzen sie die Griechen, die sich auf dem Patriarchatsthron befanden. Der Patriarch von Pec \u2013 der Grieche Kalinik der Zweite schlug vor \u2013 im Einverst\u00e4ndnis mit dem Patriarch in Konstantinopel Samuilo der Erste \u2013 der Patriarchat von Pec endg\u00fcltig aufzuheben, was der t\u00fcrkische Sultan im Jahre 1766 tat und der Patriarchat von Pec dem Patriarchat in Konstantinopel anschloss.<\/p>\n<p>Obwohl die Aufhebung des Patriarchats von Pec nicht unerwartet kam, war sie f\u00fcr das serbische Volk sehr schmerzhaft. L\u00e4nger als 200 Jahren gew\u00f6hnte sich das serbische Volk daran, dass in st\u00fcrmischen und hoffnungslosen Zeiten, den Patriarchatsthron die Patriarchen aus ihren Reihen bestiegen. Jetzt f\u00fchlte sich das Volk verloren. Die Serben als Patriarchen gab es nicht, die h\u00f6here kirchliche Hierarchie verschwand. Die Sorgen des serbischen Volkes sowie der Kirche oblagen den Geistlichen der unteren kirchlichen Hierarchie.<\/p>\n<p><strong>Die Serbische Kirche in Habsburger Monarchie<\/strong><\/p>\n<p>Die Umsiedlung der Serben unter dem Patriarch Arsenije III Carnojevic im Jahre 1690<\/p>\n<p>Am Ende des XVII Jahrhundert, unterwarfen die T\u00fcrken viele V\u00f6lker auf der Balkaninsel. Im Jahre 1693 belagerten die T\u00fcrken Wien. Der \u00d6sterreichische Zar Leopold der Erste ruft das serbische Volk zum Aufstand gegen die T\u00fcrken auf. Die Serben nahmen den Vorschlag an, l\u00f6sten den Aufstand aus und dr\u00e4ngten die T\u00fcrken bis Skoplje zur\u00fcck. Aus Angst von der Rache zogen die Serben im Jahre 1690 aus ihren H\u00e4usern, folgten dem Patriarch und den Priestern und besiedelten Srem, Slavoniju, Backu und Banat bis zum Budim. Auf anderer Seite besiedelten die Serben aus Bosnien und Kroatien das Gebiet Slavoniju als Grenzbewohner.<\/p>\n<p>Der \u00d6sterreichische Zar versprach viele Beg\u00fcnstigungen f\u00fcr die Serben als Gegenleistung und zwar, dass die Serben frei ihr Glauben bekennen k\u00f6nnen, dass sie frei ihr geistliches Oberhaupt w\u00e4hlen, ihre eigene Schule und Sprache haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aufgrund dieser Beg\u00fcnstigungen konnten die Serben alle kirchlichen \u2013 und v\u00f6lkerrechtlichen Angelegenheiten auf Konzilen regeln, die in Kl\u00f6ster Krusedol, Hopovo, in Temisvar, Novi Sad und meistens in Sremski Karlovci, wo der Hauptsitz des serbischen Patriarchen und Metropoliten war, stattfanden. Dass die Serben ihren Glauben, das Nationalbewusstsein, die Sprache und Schrift bewahren konnten, ist der gr\u00f6\u00dfte Verdienst der Kirchenoberh\u00e4upter, die mit Ausdauer und Geschicklichkeit f\u00fcr die Grundrechte ihres Volkes k\u00e4mpften. Nach diesen Grundrechte folgten weitere kulturelle Errungenschaften, die dazu beitrugen, dass die Gebiete, die sich in d\u00fcsteren Zeiten der t\u00fcrkischen Knechtschaft befanden, zum Leuchtturm wurden, aus dem heraus, das Licht des Glaubens und der Aufkl\u00e4rung das serbische Volk bestrahlte.<\/p>\n<p><strong>Wiedervereinigung der Serbisch-Orthodoxen Kirche<\/strong><\/p>\n<p>Bis zum Balkankriege 1912 \u2013 1913 lebte das serbische Volk in vier Staaten: Serbien, Montenegro, Ungarn und unter den T\u00fcrken. Die Verwaltung erfolgte durch sechs verschiedene kirchliche Jurisdiktionen (Judikativen).<\/p>\n<p>Nach der staatlichen Wiedervereinigung fanden die Konferenzen der Metropoliten und Erzbisch\u00f6fe statt mit dem Ziel, die Wiedervereinigung der Kirche zu verwirklichen.<\/p>\n<p>Am 30. August 1920 wurde das serbische Patriarchat gerufen, und als Patriarch der damalige Metropolit Serbiens Dimitrije ernannt.<\/p>\n<p>Nach ihm auf dem Thron der serbischen Patriarchen waren: Varnava, Gavrilo, Vikentije, German. Jetziger Patriarch ist Seine Heiligkeit Patriarch Pavle.<\/p>\n<p>Der Titel des serbischen Patriarch ist: Erzbischof von Pec, Metropolit von Belgrad und Karlovac, Patriarch Serbien<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als die heiligen slawischen Lehrer Kyrill und Methodius, sowie ihre aus M\u00e4hren vertriebenen Sch\u00fcler angefangen hatten, das Christentum auf slawische Sprache zu predigen, verlie\u00dfen die Serben ihren polyatheistischen Glauben und nahmen das Christentum an. Das geschah in den zweiter H\u00e4lfte des IX Jahrhunderts unter der Regentschaft des serbischen F\u00fcrsten Mutimir. 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